Der Immenstädter Markt- oder Pesttanz

 

Dieser eigenartige Fasnachtsbrauch aus sehr frühen Zeiten ist in Immenstadt bis zum Ende des 18. Jahrhunderts nachzuweisen.

Nähere Informationen über die Aufführung dieses Geschehens erhalten wir erst aus dem Jahre 1702.

Zu Beginn des Jahrhunderts, aber höchstwahrscheinlich schon viel früher, bestand in Immenstadt die Compagnie, eine Verbindungvon ledigen Bürgersöhnen und Handwerksgesellen, die für die Durchführung dieses Brauchtums verantwortlich zeichnete.

Schon am gumpigen Donnerstag zogen der Fähnrich, sechs Unterfähnriche, zwei Platzmeister sowie der Butz mit klingendem Spiel, mit Trommel und Pfeife und der fliegenden Fahne durch die Stadt.

Vor jedem angesehenen Hause, natürlich zuerst vor dem gräflichen Schloss hielten sie an und rührten das Spiel.

In jedem Haus empfingen sie dann ein Geldgeschenk und überdies wurden dem Butzen der Rückkorb, den er mit sich trug, mit Kücheln gefüllt.

Aus dem gesammelten Gelde hielten sie bis zum Ende der Fastnacht allgemeinen Tanz und Zeche in einem Gasthause.

 

 

Quellen: Stadtarchiv Immenstadt